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Nicole Ziegler

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Hörgeräte helfen mir nicht



Thread StarterSiebensachen



PostRank 1



Mitglied seit 19.09.2011
Beiträge: 1

Verfasst am 20.09.2011, 11:52:53 Uhr


Ich gehöre zu der Altersgruppe 60+ und verspürte seit gut 5 Jahren lästige Einschränkungen beim Verstehen einzelner Worte. Speziell, wenn mein Mann sich mit mir unterhält (wir leben nur noch zu zweit in unserem Haus) oder während Fernsehsendungen, wo wir uns oft wegen der Lautstärke uneinig waren. Mit anderen Personen außerhalb des Hauses klappt die Verständigung unterschiedlich, unabhängig von einer Frauen - oder Männerstimme und zwar von völlig problemlos bis mies. Bei mir kommt dann Silbenbrei an.
Das Bemühen bei einem HNO Arzt um Verschreibung von Hörgeräten blieb erfolglos. Kommentar: Konzentrieren Sie sich, machen Sie Kreuzworträtsel" Wie recht diese Person hat, erfuhr ich beim Arztwechsel. Die Hörtests bescheinigen mir eine leichte altersentsprechende Hörminderung.
Beim Silbenhörtest hörte ich weitaus besser als im Alltag. Mich belächelnd beendeten beim zweiten Arztbesuch die Sprechstundenhilfen meinen doch viel zu guten Hörtest, der Hörgeräte rechtfertigt. Ich bekam sie aber verschrieben.
Diese helfen mir nicht. Ich glaube nicht, schlechte aufgeschwatzt bekommen zu haben und glaube auch, ein gutes Akustikerteam aufgesucht zu haben. Dort stimmten die Hörtests mit denen der HNO - Praxen überein. Man passte mir gute Geräte von der Firma Siemens an. Alles verlief prima; nur wenn ich die Akustikereinrichtung verließ, dauerte es nur kurz und das alte Lied war wieder da. Unzählige Male wurde korrigiert, ich bekam bessere Ergebnisse, die immer wieder die Alten wurden. Der Abschlusstest beim Akustiker ergab Ergebnisse, wie sie besser nicht sein können. Zu Hause kann ich die Hörgeräte mit einer Fernbedienung programmieren, ob ich unter vielen Leuten bin, oder Fernsehe. Ein paar Minuten hilft es nur. Die Akustiker wurden dann von mir informiert, dass ich ADS habe, und sie vermuten, dass da ein Zusammenhang mit meinem Gehör besteht. Diagnostiziert wurde ich 2004 im Mannheimer Raum und ich halte die Einrichtung für kompetent und glaube der Diagnose. In vielen Dingen bestätigt sich diese Diagnose auch. Ich bin auf Phenylphenidat eingestellt worden, das vor allen Dingen meine quälende Antriebsschwäche im Haushalt lindert und bei einigen Beschäftigungsarten, die hohe Konzentration erfordern, einigermaßen hilft. Beim Hören merke ich keinen Unterschied, ob ich unter dem Medikament stehe oder die Wirkung aufgehört hat, weil ca die 4 Stunden abgelaufen sind, die eine Einnahme bewirkt. Ich habe 2 Jahre lang gewissenhaft die Hörgeräte von morgens bis abends ohne Unterbrechung getragen, bis die Motivation verpuffte. Wozu sollte ich mir abends die Zeit nehmen, die Geräte zu pflegen (Ohrenschmalz entfernen, gelegentlich in Lösung legen und in den Trockner? Seit fast einem Jahr trage ich sie nicht mehr und es geht mir nicht besser und auch nicht schlechter. Sicherheitshalber benutzte ich sie vor einigen Wochen während einer großen Familienfeier mit den gleichen Ergebnissen von früher.
Eine Trainings - CD vom Akustikerteam gratis überreicht wartet noch auf Benutzung. Leider habe ich das Problem, dass ich einfach mit meinen Sachen, die ich tun möchte, nicht rum komme und diese CD noch immer ein Waisenkind in meinem Tagesablauf bleibt.
Ich weiß viel über ADS, aber über dieses Kapitel habe ich noch nichts gehört oder gelesen. Wer kann mir mit Erfahrungen helfen?
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